Fall 305 · Stahlhandel
Wie saniert man einen gewachsenen Shop mit Zuschnitt-Konfigurator, an den sich keiner traut?
Ausgangslage: Ein B2B-Shop im Stahlhandel, über Jahre gewachsen. Herzstück ist ein Zuschnitt-Konfigurator — der Kunde bestellt kein Regalprodukt, sondern ein Maß. Dahinter eine Preislogik, die niemand mehr ganz überblickt. Jede Änderung könnte laufende Bestellungen treffen. Also ändert keiner mehr etwas.
Die Lösung: Erst der Plan — dann der schwerste Teil zuerst.
Statt mutig drauflos: eine Rebuild-Strategie in 100 nummerierten Punkten, gegliedert in vier Phasen. Jeder Punkt sagt, was gebaut wird, was es ersetzt und woran man erkennt, dass es fertig ist. Aus „keiner traut sich ran“ wird eine Liste, die man abarbeiten kann — Punkt für Punkt, im laufenden Betrieb.
Phase eins gehört dem Teil mit dem größten Risiko: der Preis-Engine mit 16 Rabattstufen, die nicht je Artikel, sondern über den gesamten Warenkorb rechnen. Wer hier danebenliegt, schickt falsche Preise an Stammkunden. Deshalb wurde die Preislogik zuerst neu gebaut und gegen echte Bestellungen aus dem Altsystem geprüft — bis Alt und Neu auf den Cent übereinstimmen. Erst dann kamen Konfigurator, Katalog und Anbindung. Der Rest ist Handwerk, wenn das Fundament steht.
100 Punkte, 4 Phasen, ein belastbarer Plan — statt Bauchgefühl und Stillstand. Jeder Punkt einzeln abnehmbar, der Shop verkauft währenddessen weiter.
Warum das funktioniert — und wo die Grenze liegt.
Meine KI-Pipeline liest gewachsenen Code schneller, als es ein Mensch je könnte, und liefert die Entwürfe für den Neubau. Aber welche der 16 Rabattstufen bleiben, welche Sonderregel ein Versehen war und welche ein Versprechen an einen Stammkunden — das entscheidet der Inhaber, nicht die Maschine. Preislogik ist Geschäftspolitik, kein Technikdetail.
„Die Maschine liest den alten Code. Was davon Gesetz ist und was Altlast, entscheidet der Inhaber.“
Übertragbar auf deinen Betrieb?
Dieser Fall ist übertragbar auf jeden Shop mit Konfigurator- oder Preislogik, an die sich niemand traut. Ob Zuschnitt, Staffelpreise oder gewachsene Kundenkonditionen: Der erste Schritt ist nie Code, sondern ein nummerierter Plan — und die ehrliche Antwort, was neu gebaut werden muss und was bleiben darf.
Die Referenz zu diesem Fall: Inhaber, B2B-Handel (NRW) — anonym im Schaufenster, konkret im Gespräch. Referenzgespräch auf Anfrage → Prüfprotokoll
Klingt dein Fall ähnlich?
30 Minuten, drei Ansatzpunkte schriftlich — kostenlos und ohne Verkaufsdruck.
